Stieldorferhohn

Das Dorf: 

Stieldorferhohn ist ein Ortsteil von Königswinter und liegt am Rande des schönen Siebengebirges im Rhein-Sieg-Kreis. Stieldorferhohn liegt auf dem Höhenrücken des Lauterbachs. Nach Lage der Besiedlung und der Bodenbeschaffenheit zu urteilen, reicht die Geschichte unseres Dorfes bis in die Keltenzeit, ganz bestimmt aber bis in die Frankenzeit zurück. 1890 wurden keltische Münzen, die sogenannten Regenbogenschüsselchen in Stieldorferhohn gefunden. Die Münzen sind im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt. 

 

Die Dorfbewohner:

Stieldorferhohner werden auch "Höhnsche" oder "Suufkeddele" genannt. Die Vermutung, der Name "Suufkeddele" rührt von maßlosen Trink-/Saufgelagen auf den zahlreichen Dorffesten her, ist vielleicht naheliegend, es stimmt aber nicht.

Durch den früheren Obstanbau von Pflaumen, auch Zwetschgen oder Quetsche genannt, besserten die Bewohner des Dorfes ihre Haushaltskasse auf. Höhnsche Quetsche waren wegen ihrer Qualität bekannt und beliebt.

Gab es erntereiche Jahre mit besonders vielen Quetschen und die Früchtchen ließen sich nur schwer verkaufen, wussten sich die Höhnsche zu helfen.

Es wurde "gesuuft". Das heisst, es wurde Suppe, Kraut, Mus oder Sirup gekocht.  

 

Die Umgebung:

-  Scharfenberg und Rothberg 

Der Scharfenberg 237,4 m und der Rothberg 210 m hoch, liegen auf der Hauptterasse des Rheins, welche hauptsächlich aus Quarzgeschiebe besteht. Der Scharfenberg liegt gegenüber dem Rothberg am Lauterbachtal. Ganz früher, so erzählt man, hat dort oben eine keltische Fluchtburg gestanden, denn von dort oben hatte man einen großen Überblick über das ganze Hügelland und konnte sich so rechtzeitig vor Feinden schützen.

Vom Rothberg aus, direkt oberhalb von Stieldorferhohn, hat man einen wunderschönen Ausblick auf Stieldorferhohn, die Kirchen von Stieldorf und Rott und auf die Abtei Michaelsberg und bei klarem Wetter sogar auf den Kölner Dom. 

- Das Lauterbachtal

Das Lauterbachtal ist neben dem Annatal, dem Rhöndorfer Tal und dem Heisterbacher Tal eines der schönsten Täler im Siebengebirge. In diesem schönen Tal liegt auch die Backofenkaule von Stieldorferhohn. Gegenüber führt ein Wanderweg entlang des Lauterbaches zur "Höhnschen Hött". 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Georg Armbröster enthält diese Seite Auszüge aus der 

Chronik von Stieldorferhohn.